Die Gemeinde Veere, zu der auch Zoutelande, Westkapelle und Domburg gehören, hat ihre Haushaltspläne für das Jahr 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Mobilität, Wohnungsbau und öffentliche Einrichtungen. Gleichzeitig soll sich der Tourismus weiterentwickeln, ohne die Lebensqualität der Einwohner aus dem Blick zu verlieren.
Gemeinde stellt Haushaltsentwurf für 2027 vor
Am 15. Oktober 2026 präsentierte die Gemeindeverwaltung von Veere ihren Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Der Entwurf orientiert sich am Koalitionsvertrag für die Jahre 2026 bis 2030.
Nach Angaben der Gemeinde sind sowohl der Haushalt für 2027 als auch die Finanzplanungen bis 2030 ausgeglichen. Allerdings stehen in den kommenden Jahren größere Investitionen an.
Um diese zu ermöglichen, will Veere Ausgaben gezielt priorisieren und teilweise auf die allgemeinen Rücklagen zurückgreifen.
Mobilität und öffentliche Einrichtungen als Schwerpunkte
Zu den vorgesehenen Investitionsbereichen gehören die Mobilität, der Wohnungsbau und sogenannte multifunktionale Einrichtungen. Dabei handelt es sich um Gebäude, die verschiedene öffentliche und gesellschaftliche Nutzungen unter einem Dach vereinen können.
Welche konkreten Maßnahmen in Zoutelande oder den umliegenden Küstenorten umgesetzt werden, geht aus der allgemeinen Mitteilung zum Haushaltsentwurf noch nicht hervor.
Tourismus soll mit Lebensqualität vereinbar bleiben
Ein weiterer Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde. Veere möchte örtlichen Unternehmen weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Beim Tourismus verfolgt die Gemeinde ausdrücklich das Ziel, ein Gleichgewicht zwischen touristischer Nutzung und der Lebensqualität der Einwohner zu schaffen.
Für beliebte Ferienorte wie Zoutelande ist diese Ausrichtung von besonderer Bedeutung. Die Gemeinde muss dort die Interessen von Urlaubern, Einwohnern und Unternehmen miteinander verbinden.
Höhere Grundsteuer für Immobilien vorgesehen
Zur Finanzierung ihrer Aufgaben sieht der Haushaltsentwurf auch Steuererhöhungen vor.
Die Grundsteuer für Wohnimmobilien soll 2027 zusätzlich zur regulären Inflationsanpassung um 7,5 Prozent steigen. Ab 2028 ist eine weitere Erhöhung der Grundsteuer für Wohn- und Nichtwohnimmobilien um jeweils fünf Prozent vorgesehen.
Die Angaben beziehen sich auf die kommunale Grundsteuer. Eine konkrete Änderung der Kurtaxe für Urlauber lässt sich daraus nicht ableiten.
Gemeinderat entscheidet im November
Noch handelt es sich um einen Haushaltsentwurf der Gemeindeverwaltung. Die endgültige Entscheidung liegt beim Gemeinderat von Veere.
Dieser soll im November 2026 über den Haushalt für das kommende Jahr beraten und entscheiden.
Damit wird sich auch zeigen, welche finanziellen Schwerpunkte die Gemeinde in den nächsten Jahren tatsächlich setzen kann.
