Strand & Meer

Dünenarbeiten bei Dishoek: Radwege und Strandzugänge ab 19. Oktober zeitweise gesperrt

16. Oktober 2026

Wer in den kommenden Monaten von Zoutelande aus eine Fahrradtour oder einen Spaziergang entlang der Küste in Richtung Vlissingen plant, muss mit Einschränkungen rechnen. Zwischen Vlissingen und Dishoek beginnen am Montag, 19. Oktober 2026, umfangreiche Arbeiten an den Dünen und dem angrenzenden Radweg. Die Maßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2027.

Das Waterschap Scheldestromen will damit einen Küstenabschnitt verstärken, der nach Untersuchungen nicht mehr vollständig den Anforderungen an den Hochwasserschutz entspricht. Für Urlauber und Einheimische bedeutet das zeitweise gesperrte Wege, Umleitungen und Baustellenverkehr.

Dünen durch Erosion und Bodensenkungen geschwächt

Die Untersuchungen des Wasserverbands haben ergeben, dass ein Teil der Dünen zwischen Vlissingen und Dishoek nicht mehr ausreichend hoch ist. Ursache sind unter anderem Erosion und das Absinken beziehungsweise Verdichten des Bodens.

Auch der Strand verliert in diesem Bereich schneller Sand als gewünscht. Deshalb lässt die niederländische Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat bereits zusätzlichen Sand an der Küste aufbringen.

Ein Teil dieses Sandes wird nun genutzt, um die Dünen auf ihrer Landseite zu verstärken. So soll der Küstenabschnitt langfristig besser gegen hohe Wasserstände und Sturmfluten geschützt werden.

Arbeiten beginnen am 19. Oktober am Radweg

Das Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt.

Ab dem 19. Oktober entfernt das beauftragte Unternehmen Kloosterman B.V. zunächst überschüssigen Sand entlang des Radwegs zwischen Vlissingen und Dishoek. Dieses Material wird anschließend für die Dünenverstärkung wiederverwendet.

Am 26. Oktober beginnen die eigentlichen Arbeiten zur Wiederherstellung der Dünen bei Dishoek. Dabei wird zusätzlicher Sand eingebracht und an den vorgesehenen Stellen verteilt.

Im Dezember und Januar sollen vorhandene Pflanzen teilweise wieder eingesetzt beziehungsweise neue Bepflanzungen vorgenommen werden. Die Gemeinde Vlissingen nennt den 29. Januar 2027 als voraussichtliches Ende des aktuellen Bauzeitraums.

Der Zeitplan hängt allerdings von den Wetterbedingungen und möglichen unvorhergesehenen Umständen ab.

Radfahrer und Wanderer müssen Umleitungen beachten

Während der Arbeiten werden einzelne Abschnitte des Radwegs, Dünenübergänge und Teile des Arbeitsbereichs am Strand vorübergehend gesperrt.

Für Radfahrer und Fußgänger werden Umleitungen ausgeschildert. Der tiefer gelegene Radweg entlang des Deichs soll während der Arbeiten geöffnet bleiben.

Auch beliebte Ziele an der Küste bleiben erreichbar. Dazu gehören das Nollestrand sowie die Strandpavillons Panta Rhei und Kon-Tiki Beach.

Besucher müssen allerdings mit Baumaschinen, Sandtransporten und zeitweiligem Lärm rechnen. Zum Schutz der Wege und Dünen werden an verschiedenen Stellen Fahrplatten verlegt sowie Absperrungen und Verkehrsschilder aufgestellt.

Sand wird direkt vor Ort wiederverwendet

Eine Besonderheit des Projekts ist die Zusammenarbeit zwischen Rijkswaterstaat und dem Waterschap Scheldestromen.

Während Rijkswaterstaat zusätzlichen Sand auf den Strand bringt, verwendet der Wasserverband einen Teil dieses Materials für die Verstärkung der Dünen.

Auch der überschüssige Sand entlang des Radwegs wird wiederverwendet. Dadurch müssen weniger Lastwagen zusätzliches Material in das Gebiet transportieren.

Nach Angaben des Wasserverbands sollen so sowohl die Umweltbelastung als auch die Beeinträchtigungen für Anwohner und Besucher begrenzt werden.

Was bedeutet das für Zoutelande-Urlauber?

Dishoek liegt nur wenige Kilometer von Zoutelande entfernt und ist ein beliebtes Ziel für Fahrradtouren und Küstenwanderungen.

Besonders auf dem Weg weiter nach Vlissingen sollten Ausflügler in den kommenden Monaten auf die ausgeschilderten Umleitungen achten. Nicht jeder gewohnte Dünenübergang oder Radwegabschnitt wird jederzeit passierbar sein.

Die Strände und die Gastronomie entlang der Küste bleiben grundsätzlich erreichbar, auch wenn einzelne Zugänge vorübergehend eingeschränkt werden können.

Wer einen Ausflug plant, sollte sich vorab über den aktuellen Baufortschritt informieren und vor Ort die Absperrungen beachten.