An mehreren Stränden entlang der Küste von Walcheren ist Öl angeschwemmt worden. Teilweise handelt es sich nach Angaben der Provinz Zeeland um schwere Stookolie, die vor allem zwischen angeschwemmtem Seegras und anderem Treibgut gefunden wird.
Die ersten Meldungen kamen bereits am vergangenen Samstag aus Westkapelle. Inzwischen wurde die Verschmutzung an weiteren Küstenabschnitten bis Vrouwenpolder festgestellt. Am Mittwoch zeigte sich zudem, dass das betroffene Gebiet größer ist als zunächst angenommen.
Provinz warnt Strandbesucher vor Kontakt
Für Strandbesucher gilt eine klare Empfehlung: Sichtbare Ölreste sollten nicht berührt werden. Auch von angeschwemmtem Seegras, in dem Öl zu erkennen ist, sollte Abstand gehalten werden.
Besonders Kinder und Hunde sollten nicht mit dem verunreinigten Material in Kontakt kommen.
Die Provinz rät außerdem davon ab, an Stellen ins Meer zu gehen, an denen Öl oder Ölreste im Wasser oder am Strand sichtbar sind.
Wer dennoch Öl auf die Haut bekommt, sollte es möglichst schnell entfernen und die betroffene Stelle anschließend gründlich mit Wasser und Seife reinigen.
Westkapelle war zuerst betroffen
Die ersten Meldungen über die Verschmutzung gingen am Samstag aus Westkapelle ein. Mitarbeiter der Stichting Strandexploitatie Veere und Rijkswaterstaat begannen daraufhin mit der Reinigung.
Allerdings kann auch an bereits gesäuberten Strandabschnitten erneut Öl angeschwemmt werden. Wind, Strömung und Gezeiten sorgen dafür, dass sich die Rückstände entlang der Küste weiterbewegen können.
Deshalb sollten auch Urlauber an zunächst sauber wirkenden Strandabschnitten weiterhin aufmerksam sein.
Verschmutzung inzwischen über Walcheren hinaus festgestellt
Bei weiteren Kontrollen am Mittwoch, 23. September, stellte die Provinz Zeeland fest, dass sich das Problem nicht mehr ausschließlich auf die Küste von Walcheren beschränkt.
Kleine Mengen Öl wurden inzwischen auch am Banjaard Badstrand auf Noord-Beveland sowie bei der Verdronken Zwarte Polder in Zeeuws-Vlaanderen entdeckt.
Für diese offiziellen Badestellen hat die Provinz entsprechende Warnungen ausgesprochen.
Die Entwicklung zeigt, dass sich die Ölreste entlang verschiedener Abschnitte der Zeeuwse Küste verteilen können.
Was bedeutet das für den Strand in Zoutelande?
In den offiziellen Mitteilungen werden die ersten Funde in Westkapelle sowie weitere betroffene Strandabschnitte entlang der Walcherse Küste bis Vrouwenpolder genannt.
Urlauber in Zoutelande sollten deshalb auch dort auf sichtbare Ölreste oder verschmutztes Seegras achten und betroffene Stellen meiden.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass generell vom Strandbesuch oder Baden an der gesamten Küste abgeraten wird. Die Warnung bezieht sich auf Bereiche, in denen Öl oder Ölreste sichtbar vorhanden sind.
Vor einem Bad im Meer kann sich ein Blick auf die aktuellen offiziellen Badegewässer-Warnungen lohnen.
Herkunft der Stookolie weiterhin unbekannt
Woher das Öl stammt, ist bislang nicht bekannt.
Rijkswaterstaat arbeitet gemeinsam mit lokalen und regionalen Stellen daran, die Verschmutzungen zu beseitigen. Gleichzeitig führt die Provinz weitere Kontrollen an den offiziellen Badestellen durch.
Sollten weitere Strandabschnitte betroffen sein, können zusätzliche Warnungen ausgesprochen werden.
Für Urlauber und Einheimische gilt deshalb in den kommenden Tagen: Augen auf beim Strandbesuch, Öl nicht anfassen und betroffene Bereiche meiden.
