Am Strand von Dishoek beginnen im September umfangreiche Arbeiten zum Schutz der Küste. Rijkswaterstaat lässt insgesamt rund 520.000 Kubikmeter Sand aus der Nordsee auf den Strand aufbringen. Damit soll verhindert werden, dass sich die Küstenlinie auf Südwest-Walcheren weiter zurückzieht.
Die Arbeiten finden nur wenige Kilometer von Zoutelande entfernt statt und können deshalb auch für Urlauber interessant sein, die einen Strandspaziergang oder eine Fahrradtour in Richtung Dishoek und Vlissingen planen.
Arbeiten zwischen Dishoek und Vlissingen
Der betroffene Abschnitt reicht vom Bereich beim Strandpavillon Botanist aan Zee bis zum Strand auf Höhe des Parkplatzes an der Burgemeester van Woelderenlaan in Vlissingen.
Spezielle Baggerschiffe, sogenannte Schleppkopfsaugbagger, nehmen den benötigten Sand in dafür vorgesehenen Gebieten mehr als zehn Kilometer vor der niederländischen Küste vom Meeresboden auf. Anschließend fahren sie in Richtung Strand zurück.
Über Rohrleitungen wird das mit Wasser vermischte Material an Land gepumpt. Bulldozer und Radlader verteilen den Sand anschließend auf dem Strand.
Warum Dishoek regelmäßig neuen Sand benötigt
Die Küste im Südwesten Walcherens ist einer besonders starken Erosion ausgesetzt. Wind und Wellen tragen kontinuierlich Sand ab. Hinzu kommt eine starke Strömung in der unmittelbar vor der Küste verlaufenden tiefen Fahrrinne Oostgat.
Rijkswaterstaat muss deshalb regelmäßig Sand ergänzen, um die Küstenlinie an ihrer heutigen Position zu halten.
Bereits 2020 wurde nach starker Erosion zusätzlich Sand in diesem Bereich aufgebracht. Auch 2021 fanden Arbeiten an der Küste statt. Nun folgt die nächste große Strandsuppletion.
Zusätzlich Sand für die Dünen
Bei den Arbeiten geht es nicht ausschließlich darum, den Strand zu verbreitern. Auf Wunsch des Waterschap Scheldestromen bringt Rijkswaterstaat zusätzlich rund 19.000 Kubikmeter Sand nach Dishoek.
Dieser Sand soll zur Verstärkung der Dünen verwendet werden. Strand und Dünen bilden auf Walcheren einen wichtigen Teil des natürlichen Hochwasserschutzes.
Nach Abschluss der Arbeiten übernimmt zudem die Natur einen Teil der weiteren Verteilung: Wind transportiert den trockenen Sand vom Strand in Richtung Dünen und trägt damit langfristig zur Verstärkung der Küste bei.
Was bedeutet das für Urlauber?
Wer im September von Zoutelande aus einen Ausflug nach Dishoek unternimmt, kann möglicherweise Teile der Arbeiten beobachten. Am jeweiligen Arbeitsbereich ist allerdings mit Absperrungen und schweren Baumaschinen zu rechnen.
Die Arbeiten wandern mit dem Baufortschritt entlang des Strandes. Außerhalb des jeweils abgesperrten Bereichs bleibt die Küste grundsätzlich nutzbar. Besucher sollten vor Ort unbedingt die Absperrungen und Hinweise beachten.
Auch wenn die Arbeiten vorübergehend Einschränkungen mit sich bringen können, dienen sie langfristig genau dem, was Zoutelande, Dishoek und die übrigen Badeorte auf Walcheren auszeichnet: dem Erhalt ihrer breiten Sandstrände und gleichzeitig dem Schutz des Hinterlandes vor der Nordsee.
Quelle: Rijkswaterstaat / Gemeente Veere
Originalmeldung vom: 25. August 2026
Betroffener Ort: Dishoek / südwestliches Walcheren
